Der literarische Arbeitskreis am Germanischen Seminar der Freien Universität Berlin

Im Wintersemester 1975/76 realisierte Hans W. Schumacher seinen langgehegten Plan, ein Schreibseminar nach amerikanischen Vorbildern anzubieten, in dem jeder Teilnehmer seine eigene Erzählung schrieb.

Nach Beendigung des ersten Schreibseminars fanden die meisten Teilnehmer, ob man das Seminar nicht zu einer festen Institution machen sollte. Also entstand daraus 1976 der „Literarische Arbeitskreis am Germanischen Seminar der FU-Berlin“, der aber nicht als akademische Veranstaltung galt und nicht im Vorlesungsverzeichnis erschien. Er tagte einige Zeit in der Universität, bis er aus zeitlichen Gründen in die Privatwohnung des Initiators in der Harlinger Straße 1 in Berlin-Schmargendorf verlegt wurde, nach Umzug in die Cranachstraße 47 in Friedenau.

In einem unveröffentlichten Manuskript beschrieb Schumacher die Motivation und Tätigkeit des LAK nach den ersten zehn Jahren:
H.W.E. Schumacher – Der literarische Arbeitskreis 1976–1986

1983 entstand dieses Faltblatt (s. auch Beitragsbild oben) als Selbstdarstellung, verantwortet von Hans Babendreyer und Sabine Techel:
Studenten machen Literatur – der Literarische Arbeitskreis an der FU Berlin (1983)

Der Arbeitskreis bestand bis in die Mitte der 90er Jahre. Bis 1989 wurden sechs Anthologien veröffentlicht. 

In den Anthologien sind etwa 50 Autoren vertreten, darunter Hans Babendreyer, Michel Boiron, Mitch Cohen, Rosemarie Engel, Christoph Hajdu, Lioba Happel, H. Reinhard Koch, Jan Koneffke, Reiner Matzker, Gerhard Ortinau, Michael Plümpe, Alice Ratcliffe, Bernd Schmich, Udo Schwarzer, Michael SpeierSabine Techel, Katja Tiel, Hans-Ulrich TreichelErnest Wichner, Ekkehard Zerbst u. v. a.

 

 

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